Marano Lagunare

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Laguna di Marano

Vom Landhaus Tondello nach Marano Lagunare, den Stellafluß entlang, um die “Casoni“ zu entdecken


Das Landhaus und Bed and Breakfast Tondello “Loggia degli Artisti” befindet sich in Palazzolo dello Stella in der Provinz Udine, im Herzen des Naturparks Stellafluß.
Von hier aus kann man mit dem Boot flußabwärts das Naturreservat an der Stellamündung erreichen, welches das Gebiet um die Mündung und die benachbarte Lagunenlandschaft schützt und bewahrt.  

Das Panorama das die Besucher erwartet, ist eine breiter und üppiger Schilfgürtel, durch den sich ein Netz von Kanälen voll Brackwasser schlängelt, die sanft in die Lagune münden.

Das Schilf mit seiner seltenen aquatischen Fauna ist die Besonderheit dieser Landschaft im Naturreservat an der Stellamündung.

Ungewöhnlich und faszinierend, zwischen dem Festland und dem Meer gelegen, ist die Lagune von Marano, gemeinsam mit jener der Insel Grado, die nördlichste Lagunenlandschaft der Adria.

 
Diese Brackwasserlagune hat sich in Jahrtausenden aufgrund des langsamen und unaufhaltbaren Anstiegs des Meeresspiegels gebildet, sowie durch die stetige Ablagerung von Sedimenten, die von den Flüssen mitgebracht werden, wodurch ein, in seiner Art in Europa einzigartiges Ökosystem entstanden ist.


Die besonderen Merkmale dieses Feuchtgebiets machen es zu einem idealen Lebensraum für viele Vogelarten und Fische, die in diesem Gewässer, zwischen dem Festland und dem adriatischen Meer, Zuflucht gefunden haben; das Gebiet erlangte die offizielle Anerkennung als eines der bedeutendsten Naturreservate im gesamten Mittelmeerraum. 

 

Marano Lagunare und seine Geschichte

 

Das Gebiet von Marano Lagunare war seit Urzeiten besiedelt, das bezeugen die zahlreichen Funde aus römischer Zeit, die in der Umgebung der Lagune von Marano gefunden wurden.

 
Das antike Städtchen  wurde direkt an der Lagune errichtet, die ursprünglich von Sümpfen und Wäldern umgeben war, jahrhundertelang wurde sie von der Republik Venedig als bedeutende Hochburg in Friaul betrachtet.

Als venezianische Festungsstadtt errichtet, ist Marano heute ein Fischerdorf, wo die lokalen Bräuche noch immer stark an die Seefahrertradition von Venedig erinnern.

In Marano sind nämlich noch immer zahlreiche Gebäude aus der Zeit der Republik Venedig zu sehen, vor allem die “Loggia Maranese”, der Ort an dem sich die Einwohner sammelten und wo sich im oberen Stockwerk das das Rathaus befand, das im achtzehnten Jahrhundert eingestürzt ist. Neben der Loggia kann man den Tausendjährigen Turm bewundern, ein 32 Meter hoher Wachturm aus dem Jahr Eintausend, während auf demselben Platz sich der Palazzo dei Provveditori Veneti (Gouverneurspalast) erhebt.

Von den alten Mauern, die die Lagunenstadt umgeben hat, sind heute nur noch die Bastei des Hl. Antonius und einige kleine Mauerteile zu sehen.

Die wichtigste Kirche des Ortes ist die Kirche des Hl. Martins, die aus dem 18. Jahrhundert stammt. Ausserhalb der alten Stadtmauern kann man die Kirche der Madonna vom Heil bewundern.

 

Die “Casoni”, die typischen Schilfhütten in der Lagune


Die Lagune von Marano wird durch die “Casoni”, die typischen Hütten der ortsansässigen Fischer geprägt.

Sie dienten einst als Lager für die Geräte, die für die Fischerei und die Jagd notwendig waren und boten den Fischern auch einen sicheren Unterschlupf zum Schlafen und Essen.

Die “Casoni” waren und sind auch heute noch  Bauten ohne Fenster. Die Zwischenräume zwischen den Schilfrohren, aus denen sie errichtet waren, bzw. die Tür, die im Sommer offenstand, ließen den Rauch des offenen Feuers ins Freie abziehen.

 
Der Rauch diente aber auch zur Abwehr von Steckmücken und hatte eine Schutzfunktion, weil dadurch das Schilfwerk innen wasserdicht wurde.

 
Die größte Ansammlung von “Casoni” in der Lagune von Marano  befindet sich an der Mündung des Stellaflusses. Dieses Hüttendorf  ist eines der Hauptanziehungspunkte der Naturschutzoase im Naturschutzpark Stellafluß.

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